Krefeld erobert Rang zehn - Haie folgen

Die Krefeld Pinguine haben durch einen 6:4 (1:2, 3:1, 2:1)-Erfolg über den direkten Konkurrenten aus Augsburg den zehnten Platz erreicht und mit den Bayern zudem nach Punkten gleichgezogen. Ebenfalls 69 Punkte auf dem Konto haben jetzt die Kölner Haie, die bei Schlusslicht Kassel Huskies einen 6:3 (2:1, 1:1, 3:1)-Sieg einfuhren.

Im Spitzenspiel des 54. Spieltags setzten sich die DEG Metro Stars nach Penaltyschießen mit 3:2 (0:1, 1:0, 1:1, 0:0, 1:0) gegen die Eisbären Berlin durch. Die Rheinländer profitierten damit von der Niederlage der Grizzly Adams Wolfsburg am Nachmittag und verkürzten auf den Zweiten der Tabelle. Einen wichtigen Sieg feierten auch die Frankfurt Lions, die durch ein 3:2 (2:2, 0:0, 1:0) über die Straubing Tigers ihren Platz in den Top-6 festigten.

Pinguine holen Rückstand auf

Das 6:4 kam für Augsburg zu spät (Foto: Andreas Drabben)Gegen direkten Konkurrenten aus Augsburg, nur drei Punkt trennen die Panther von den Pinguinen, kam Krefeld früh in Rückstand. Nach nur 45 Sekunden hatte Matt Ryan die Gäste in Front gebracht und in zweifacher Überzahl legte Brett Engelhardt (13.) das 2:0 nach. Die Seidenstädter fanden jedoch schnell die passende Antwort und verkürzten durch Michail Kozhevnikov (15.) schnell.

Darin Olver (22.) konnte zwar nachdem Seitenwechsel den alten Abstand wieder herstellen, aber Krefeld zeigte sich nicht geschockt. Herberts Vasiljevs (30.) und Boris Blank (33.) stellten die Partie zurück auf null und Michael Endraß (40.) schoss die Hausherren kurz vor der zweiten Pause erstmals in Front. Die Rheinländer blieben weiter am Drücker und Daniel Pietta (43.) konnte den Vorsprung weiter ausbauen. Patrick Hager (51.) sorgte mit seinem Schuss in die Maschen für die Vorentscheidung – Colin Murphy (57.) konnte nur zum 6:4-Endstand verkürzen.

„Es war nicht einfach nach dem 3:1 zurückzukommen, aber meine Mannschaft hat gegen einen explosiven Gegner Moral bewiesen und ist selber zur Höchstleistung aufgelaufen. Am Ende geht der Sieg in Ordnung und wir haben wieder alle Perspektiven“, freute sich Rick Adduono über den Sieg seiner Krefelder.

Larry Mitchell resümierte auf Seiten der Panther: „Wir haben sehr gut begonnen und konnten in Überzahl das 2:0 nachlegen, aber dann fiel der unglückliche Anschluss als einem unserer Verteidiger der Schläger gebrochen ist. In der neutralen Zone haben wir gut gearbeitet, aber in unserer eigenen Endzone haben wir dem Gegner zu viele Freiräume gelassen. Dennoch hätten wir auch noch das 4:1 erzielen können, aber Krefeld kam wieder zurück. Der Treffer von Daniel Piette hat uns dann das Genick gebrochen.“

3Stars: Daniel Pietta (KEV), Sinan Akdag (KEV), Herberts Vasiljevs (KEV)

Unterzahltore bringen Haie ins Spiel

Kassel begann die Partie gegen die Haie druckvoll und ging bereits in der vierten Spielminute durch Josh Soares in Überzahl in Führung. Als Bryan Adams auf Seiten des KEC in die Kühlbox wanderte, hatten die Hessen die Gelegenheit das Ergebnis auszubauen, doch stattdessen markierte Ivan Ciernik per Alleingang den Ausgleich. Kaum von der Strafbank zurück konnte Adams wieder den Gang auf das Sünderbänkchen antreten und diesmal traf Marcel Müller für die Gäste in numerischer Überlegenheit.

Fabio Carciola (26.) konnte für das Schlusslicht im zweiten Durchgang egalisieren und wenig später jubelten die Huskies erneut, doch dieser Treffer konnte nicht anerkannt werden, weil zuvor eine Strafe gegen die Gastgeber angezeigt wurde. Es kam wie es kommen musste. Kassel wurde auf vier Mann zurück gestellt und Dusan Frosch (31.) traf zum 3:2. Die Partie blieb weiter spannend und die Nordhessen machten Druck belohnt wurden sie durch Ryan Kraft (50.) der das erneute Remis herstellte.

Dusan Frosch (55.) traf jedoch noch ein zweites Mal und Bryan Adams, der die beiden ersten Tore des KEC zuvor „vorbereitet“ hatte, machte den Doppelschlag binnen 20 Sekunden perfekt. Für die Entscheidung sorgte schließlich Martin Bartek (59.).

„Das waren drei sehr wichtige Punkte für uns. Kassel hat hart gearbeitet und alles versucht. Die nächsten fünf Spiele haben sehr hohe Bedeutung für uns. Da müssen wir spielen wie heute. Unsere Leistung war OK“, sagte Kölns Trainer Bill Stewart nach der Partie.

3Stars: Dusan Frosch (KEC), Ivan Ciernik (KEC), Josh Soares (KAS)

Rankel und Collins treffen doppelt

In einem ausgeglichen ersten Durchgang konnte André Rankel (12.) den Meister mit einem Schuss von der blauen Linie in Führung schießen. Mit der Führung im Rücken bekamen die Berliner Oberwasser und bestimmten den zweiten Durchgang, aber die Metro Stars zeigten sich effektiver. Rob Collins (26.) nutzte das einzige Powerplay der Rheinländer im zweiten Durchgang zum Ausgleich.

Nach der zweiten Pause fanden sich die Eisbären in zweifacher Unterzahl wieder und erneut war Rob Collins zur Stelle. Mit Ablauf der ersten Strafe schoss er Düsseldorf in der Neuauflage der letztjährigen Finales erstmals in Front. André Rankel machte es Collins jedoch gleich und erzielte nur drei Minuten später ebenfalls seinen zweiten Treffer und da in der regulären Spielzeit keine weiteren Tore mehr fallen wollten, ging die Partie in die Verlängerung. Auch hier zeigten sich die beiden Torhüter von ihrer besten Seite und so musste der Sieger im Penaltyschießen gefunden werden. Dieses beendete Brandon Reid, der den entscheidenden Versuch verwandelte.

„Kompliment an die Metro Stars. Sie sind eines der schnellsten Teams der Liga und haben sehr gut gespielt. Ich bin aber auch stolz auf meine Mannschaft. Sie versucht immer hohes Tempo zu gehen – ich bin dennoch zufrieden“, zeigte sich Eisbären Coach Don Jackson als guter Verlierer.

Harold Kreis, Trainer der DEG Metro Stars, meinte: „Wir wollten den Schwung aus dem Derbysieg am Freitag mitnehmen. Spiele gegen Berlin sind immer Geduldsspiele. Sie machen viel Druck und da muss man auf seine Chancen warten. Oft entscheiden Kleinigkeiten und heute haben wir die Kleinigkeiten richtig gemacht.“

3Stars: Rob Collins (DEG), André Rankel (EBB), Patrick Traverse (DEG)

Gawlik mit Doppelschlag

Jason Young verzieht knapp (foto: Huebner, www.huebner-foto.de)In Frankfurt fanden die Hausherren vor 6.400 Zuschauern gut in die Partie. In der siebten Spielminute war der berühmte Doppelschlag zu Gast am Ratsweg. Christoph Gawlik war binnen 33 Sekunden zweimal erfolgreich für die Lions. Die Hessen leisteten sich in der Folge jedoch zwei Strafen und zweimal schlugen die Gäste zu. Zunächst traf Karl Stewart (12.) zum Anschluss und vier Sekunden vor dem ersten Seitenwechsel hatte dann William Trew die Partie wieder egalisiert.

Frankfurt schmiss in der Folge alles nach vorne, doch Mike Bales im Tor Straubing ließ sich einfach nicht überwinden. Erst Josh Langfeld (39.) konnte ein weiteres Überzahlspiel nutzen. Im Schlussabschnitt agierten die Hausherren clever und ließen kaum Chancen der Tigers zu. Das Team von Coach Jürgen Rumrich versuchte noch mit sechs Feldspielern den Ausgleich zu erzwingen, aber auch der Versuch war nicht von Erfolg gekrönt.

„Wir haben Frankfurt im ersten Drittel zu viele Chancen gegeben, aber Mike Bales hat uns mit tollen Paraden im Spiel gehalten. Wir haben das Ergebnis in der Folge ausgeglichen gestalten können, müssen aber in der Defensive besser spielen, um solche Spiele zu gewinnen“, analysierte Jürgen Rumrich.

Sein Gegenüber, Rich Chernomaz, der auf sieben Stammspieler verzichten musste, sagte: „Ich bin sehr zufrieden mit meiner Mannschaft. Wir haben uns viele Chancen erarbeitet und hätten das Spiel früher entscheiden können. Ich bin stolz auf mein Team – das war ein richtiger Kraftakt. Wenn wir am Dienstag in Krefeld genauso spielen kommen wir unserem Ziel hoffentlich noch etwas näher.“

3Stars: Christoph Gawlik (FRA), Ian Gordon (FRA), Karl Stewart (STR)

Bereits am Nachmittag spielten:

Thomas Sabo Ice Tigers – Adler Mannheim 0:1 (0:0, 0:0, 0:1)
Grizzly Adams Wolfsburg – ERC Ingolstadt 1:4 (1:1, 0:0, 0:3)
Hannover Scorpions – Hamburg Freezers 4:2 (1:1, 1:0, 2:1)

Den ausführlichen Bericht zu diesen Partien finden Sie hier.

Die Höhepunkte des 54. Spieltags sehen Sie ab morgen auf DEL TV.